Lernschwierigkeiten, ADHS und Hyperaktivität bei Mikronährstoffmangel?

Immer mehr verzweifelte Kinder, Jugendliche und Eltern finden den Weg in unsere Praxis, weil die harte Realität des Schulalltags sie buchstäblich erdrückt! Sehr rasch wird bei Lernschwierigkeiten, Hyperaktivität oder gar ADHS der Ruf nach dem Psychologen oder Arzt laut. Sollen sie doch die Unruhestifter und Unterrichtsterroristen zur Räson bringen – nötigenfalls mit Hilfe der Chemie. Ritalin wird als letzter Heilsbringer nicht nur gewünscht, sondern leider auch allzuoft gar gefordert!

Den meisten Eltern, aber auch Lehrpersonen, Psychologen und teilweise sogar Ärzten ist nicht bewusst, dass Ritalin (bzw. dessen Wirkstoff Methylphenidat) in der Schweiz dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Auch in den USA – wo mittlerweile ca. jedes 4. bis 5. Kind morgens brav seine Ritalin-Pille schluckt – wird Methylphenidat mittlerweile als genau so gefährlich eingestuft, wie Heroin und Kokain. Moment mal – würden Sie sich selber einfach mal so eine tägliche Dosis Kokain reinziehen? Oder Ihren Kindern verabreichen? Na also!

Was mich immer wieder in Erstaunen versetzt ist die Tatsache, wie schnell die Kinder von allen Seiten auf die „psychische“ Schiene abgeschoben werden, anstatt im Vorfeld mal genauestens abklären zu lassen, ob das Problem vielleicht seine Ursache gar nicht in der Psyche, sondern in der Soma (bzw. allgemein im Körper) hat. Dabei gäbe es genügend Hinweise und Studien, welche aufzeigen, dass Verhaltensauffälligkeiten nicht nur psychosoziale Gründe haben. Sehr oft handelt es sich um biochemisch nachvollziebare Stoffwechsel-Störungen. Um es ganz klar zu sagen: Ritalin & Co ermöglichen keine langfristige, ursächliche Behandlung!

Mikronährstoffmangel und Hyperaktivität

Ortho-Analytic AG, ein bekanntes Labor in Rapperswil, führte eine Studie an 1257 verhaltensauffälligen Personen durch, die das Symptom „Hyperaktivität“ aufwiesen. Dabei wurde ein biochemisches Profil mittels Haarmineral-Analyse durchgeführt. Die statistische Auswertung erfolgte via SPSS. Die folgenden Gemeinsamkeiten stachen hervor:

Magnesiummangel – dieser kann zu Unruhezuständen, psychomotorischer Instabilität, Lernschwierigkeiten und erhöhter Aggressivität führen.

Calziummangel – kann zu Hyperaktivität führen

Beide Mineralstoffe sind unerlässliche Co-Faktoren für die körpereigene Biosynthese. 

Aluminiumbelastung – spielt eine Rolle bei Hyperaktivität, Lernstörungen, verzögerter, neuromotorischer Entwicklung. Ferner gibt es Zusammenhänge bei Störungen im Calzium-Magnesium-Stoffwechsel, Zink-Chrom-Stoffwechsel und im Eisen- und Siliziumhaushalt.

Bleibelastung – bekannte Zusammenhänge bei Lernstörungen, Hyperaktivität, Unruhe, Impulsivität, Depressionen, Störungen im Sozialverhalten, Konzentrationsstörungen und motorische Störungen, sowie Störungen im Calzium- und Zinkhaushalt.

Und was noch?

Mineralstoffmängel und Belastungen durch toxische Metalle sind aber nicht das einzige Problem. Auch der Mangel an gesunden Fettsäuren (Omega-3 Fettsäuren, und Gamma-Linolensäure), kann zu Hyperaktivität führen. Der Grund sind meistens gestörte Enzymfunktionen und Darmdysbiosen. Sehr oft finden wir erniedrigte Bifidus- und Lactobakterien vor und eine erhöhte Darmpermeabiltität. Letzteres führt dann zu einer immunologischen Reaktion und toxischen Belastungen, was wiederum Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem hat. Dazu gesellen sich oft Mängel im Bereich der B-Vitamine, Zink, Chrom und Mangan. Und der heute oft erhöhte Zuckerkonsum tut sein Übriges um die Situation weiter anzuheizen.

Ok – was heisst das jetzt?

Aus dem bisher gesagten wird ersichtlich, dass Hyperaktivität und ADHS ein multifaktorielles Geschehen sind. Deshalb ist es wichtig, dass bei der Behandlung ein interdisziplinärer Ansatz gefahren wird. Medizin, Ernährung, Umwelt/Toxikologie, Schule und Psychologie sollten gemeinsam zum Wohle der Betroffenen arbeiten. Die empfohlenen Schwerpunkte aus meiner Sicht:

  • einem Schwermetallscreening (biochemisches Profil)
  • EPO Nachtkerzenöl im Wechsel mit
  • Omega-3 Fettsäuren
  • Mineralstoff/Basenmischung
  • Zuckerkonsum (Süssigkeiten und Süssgetränke) reduzieren
  • körperfremde Hilfsstoffe vermeiden (E-Nummern beachten) 
  • Darmanalyse
  • unterstützende Massnahmen wie bspw. Kinesiologie und ART-PK-Therapie
  • optional: Analyse und Harmonisierung des Biophotonenfeldes

Mit diesen Massnahmen bestehen gute Chancen, die Symptomatik in den Griff zu bekommen.

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