Quanten-Katze

Quantum-Cats
Quantum-Cats

Kann man eine Katze fotografieren, die gar nicht da ist?

“Normale” Menschen würden auf diese Frage bestenfalls mit einem Kopfschütteln antworten. Aber Quantenphysiker sind keine “normalen” Menschen. An der Universität Wien ist eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Anton Zeilinger eben dieser Frage nachgegangen. Die Forscher sind allesamt Physiker am Wiener Institut für Quantenoptik und Quanteninformation. Und sie beherrschen die Kunst der Quantenteleportation: miteinander verschränkte Teilchen besitzen identische Quantenzustände. Und deshalb verhalten sich zwei verschränkte Partikel (Zwillingsphotonen) gleich, auch wenn sie Dutzende Kilometer voneinander entfernt sind. Star-Trek Fans nennen das “Beamen”. Der gemeinsame Zustand bleibt bestehen, ohne dass ein messbares Signal zwischen den Photonen ausgetauscht wird.

Die Wissenschaftler haben nun zur Beleuchtung einer aus Pappe ausgeschnittenen Katze ausschliesslich Zwillingsphotonen verwendet. Deren Zwillinge wurden in einen anderen, leeren und dunklen Raum umgeleitet und hier war die Kamera positioniert.
Die Sensation
Sie ahnen schon, was kommt: Die Kamera, die den leeren Raum fotografierte, hat das Bild einer Katze aufgenommen. Die Erklärung ist, dass Zwillingsphotonen auch dann noch Kontakt miteinander halten, wenn sie räumlich voneinander getrennt sind. Da die einen Zwillinge auf den Karton mit den Umrissen einer Katze trafen, ordneten sich auch ihre Zwillinge im leeren Raum auf gleiche Weise an. Und so entstehen die “Phantomfotos”.

Den ausführlichen Artikel im Spiegel lesen Sie hier.